Kunst- und Wissenschaftsministerin unterstützt Ostritzer Friedensfest

Staatsministerin im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange © SMWK / Martin Förster

Sachsens Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange setzt sich mit ihrer Teilnahme am Ostritzer Friedensfest am kommenden Wochenende für Pluralismus und Demokratie in Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst ein.
„Unser Grundgesetz, das die Würde des Menschen zur obersten Priorität macht, ist entstanden aus den ethischen und moralischen Trümmern der nationalsozialistischen Herrschaft. Seine Werte zu schützen heißt, die Gebote der Menschlichkeit und der Demokratie zu verteidigen. Das kollektive Gedächtnis in unserem Land ist nicht so kurz, dass wir Deutschen nicht mehr wüssten, was organisierte Engstirnigkeit, blinde Ausgrenzung und die verordnete Ablehnung alles Fremden nach sich ziehen. Sie bringen Hass, Zerstörung, Krieg und unendliches menschliches Leid, das Ende der zivilisierten Welt. Ich danke den Gemeinden und Städten der Oberlausitz und allen Unterstützern und Veranstaltern des Ostritzer Friedensfests. Ich möchte mit ihnen gemeinsam Mut machen, sich für die verbrieften Werte unserer Verfassung einzusetzen.“

„Kunst und Kultur nähren sich seit jeher vom vorurteilslosen, fruchtbaren Austausch, der keine politischen oder religiösen Grenzen kennt: Fremdenhass und Kultur schließen einander aus“, sagte die Ministerin weiter. „Gleichzeitig sind Ausgrenzung, geistige Abschottung und die Ablehnung Andersdenkender das Ende der Wissenschaft. Vielfalt und Internationalität sind die Grundlagen von Lehre und Forschung. Ein Kulturland lebt von aufgeklärten, toleranten und demokratischen Menschen. Wir werden unsere Identität und unser Selbstverständnis nicht für Fremdenfeindlichkeit und populistische Parolen aufgeben.“