Ostritz zeigt Gesicht

Ostritzer Friedensfest endet mit Ökumenischem Gottesdienst und Brunch | 3.000 Besucher zeigen Gesicht für Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus jeglicher Art haben keinen Platz in Ostritz. Das ist die Botschaft des Ostritzer Friedensfestes am Wochenende. Das Fest endete heute mit einem gemeinsamen Brunch im Festzelt. Zuvor hatten rund 300 Ostritzer an einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche der Kleinstadt teilgenommen. In den Fürbitten-Gebeten dankten die Christen Gott, dass das Wochenende friedlich geblieben war und baten um Frieden für die Stadt, die Region und das Land.
Dr. Michael Schlitt, der Anmelder des Friedensfestes zog vor dem Gottesdienst eine positive Bilanz des Friedensfestes. „Die Bilanz fällt sehr positiv aus. Das Ostritzer Friedensfest war ein voller Erfolg“, sagte Schlitt. Bereits am ersten Abend zog das Friedensfest über 1.000 Besucher an. Am Samstag folgten über den Tag verteilt rund 1.700 Besucher dem abwechslungsreichen Programm auf dem Marktplatz. Insgesamt haben die Veranstalter rund 3.000 Besucher gezählt. Schlitt sagte, es sei gelungen zu zeigen, dass die Ostritzer mit dem Rechts-Rock-Festival und dessen Gedankengut nichts zu hätten. Anlass für das Friedensfest war das von einem NPD-Funktionär angemeldete und von Rechtsradikalen und Neonazis aus mehreren Ländern Europas besuchte „Schwert- und Schild-Festival“ vom 20. bis 22. April.
Schlitt dankte im Namen des Vorbereitungsteams den vielen Helfern des Festes, den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, den Behörden der Stadt Ostritz und des Landkreises Görlitz, und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen für die Unterstützung.