Ostritz schaut hin – Sommerliche Filmnächte 2021

Die Ostritzer Friedensfestinitiative lädt in den Abenden vom 19.06. bis 19.09.2021 zum Open-Air-Kino an unterschiedlichen Orten der Stadt ein. Zu den Filmnächten gibt es auch in diesem Jahr ein vielfältiges Rahmenprogramm. Jedes Thema wird im vornherein durch einen kleinen Vortrag eingeführt und im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu einem Filmgespräch. Der Eintritt ist frei.

Sa 19.06.2021, 20:00 Uhr, Markt Ostritz
„Das Mädchen Wadjda“

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=d1ETAYu31yE

Unsere Filmnächte werden in diesem Jahr mit einem Konzert auf dem Markt eröffnet. Eingeladen haben wir dafür das Duo „Café Änn“, das uns mit ihrer Oldtime-Folk Musik in die Sommerlichen Filmnächte eingrooven wird. Der Film wird thematisch von Ali Dogan vom Leibniz Zentrum Moderner Orient in Berlin begleitet, der uns Einblicke in die Gesellschaft Saudi-Arabiens geben wird.

Do 08.07.2021, 20:00 Uhr, Am-Vieh-Theater, IBZ St. Marienthal
„Power to change – Die Energie Rebellion“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=lP3v2GICC0E

Im Vortrag und anschließendem Filmgespräch mit Markus Will, Hochschule Zittau / Görlitz, Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften und TRAWOS Institut, werden wir uns mit dem Kohleausstieg in der Lausitz beschäftigen, welche erneuerbaren Energien in Zukunft eine große Rolle spielen werden und was das für unsere Region bedeuten kann.

So 11.07.2021, 16:00 Uhr, Kath. Gemeindesaal, Spantigstraße 3
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (Kinderfilm FSK 0)
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=npFD-8WJIPM

Der Offene Treff der katholischen Gemeinde lädt zu einem bunten Familienfest im Gemeindehaus und -hof ein. Kaffee, Kuchen, Spiel und Spaß erwarten euch. Den Filmabend wird Psychologin Carolin Müller thematisch begleiten.

Do 22.07.2021, 20:00 Uhr, Am-Vieh-Theater, IBZ St. Marienthal
„Wir sind jung, wir sind stark“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-51WN8fHamM

Gemeinsam mit dem Augen auf e.V. laden wir zu einer lebendigen Gesprächsrunde im Anschluss des Filmes ein. In dieser möchten wir gemeinsam mit den Zuschauer*innen und eingeladenen Zeitzeug*innen auf eine Zeitreise gehen und den Bezug zu unserer Region herstellen. Was passierte in unserem Landkreis? Welche politischen Strömungen gab es und mit welcher Motivation beteiligten sich die Menschen an diesen?

So 25.07.2021, 20:00 Uhr, MEWA-Bad Ostritz, Schulstraße 1
„Das geheime Leben der Bäume“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=HlXmw3Lxy-E

Wir haben den Herrnhuter Förster Matthias Clemens eingeladen, der uns bei der kritischen Reflexion des Films begleitet, aufkommende Fragen beantworten kann und Einblicke in unsere regionalen Wälder gibt.

Fr 20.08.2021, 20:00 Uhr, AZ meva – Me-O-Wa, Viebigstraße 18
„Rechtsruck“
Trailer: https://medienprojekt-wuppertal.de/site.php?site=v_263

Wie gestaltet sich der Rechtsruck in der Oberlausitz? Um diese Frage zu beantworten, laden wir Expert*innen ein, welche mit uns einen Blick auf rechte Strukturen im Landkreis riskieren. Was sind deren Handlungsstrategien und wie wirkt sich deren Existenz auf die Arbeit gesellschafts-politischer Akteur*innen vor Ort aus? Auch auf die Erfahrungen/Erlebnisse der Zuschauer*innen sind wir gespannt und möchten Platz für einen gemeinsamen Austausch lassen.

Do 26.08.2021, 20:00 Uhr, Am-Vieh-Theater, IBZ St. Marienthal
„Wie viele Nadelstiche“ – Kurzfilmabend zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
Wie geht es jungen Jüdinnen, Juden und Muslimen in Deutschland? Welche Alltagserfahrungen machen sie und wie erleben sie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit? Wie gehen sie mit ihren Erfahrungen um? Und was wünschen sie sich von anderen Menschen in Situationen, in denen Alltagsrassimus und Antisemitismus passiert? Wir möchten ausgewählte Clips von Youtube und Co. präsentieren, in denen junge Menschen zu Wort kommen, die nicht nur jüdisch oder muslimisch sind, sondern engagiert, stark, witzig und ganz individuell .

Der Filmabend wird präsentiert vom Team des djo – Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e.V. anlässlich des Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland. Wir werden rund um die Clips erzählen, warum wir sie ausgewählt haben und Hintergrundinformationen geben.

Do 02.09.2021, 19:00 Uhr, MEWA-Bad Ostritz, Schulstraße 1
„Parasite“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9qvaE99iMR0

Wir sprechen mit Vertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbunds DGB über Klassen und soziale Gerechtigkeit in Deutschland. Wie sieht die Situation besonders während der Corona-Pandemie aus und was sich verändern muss für eine solidarische Zukunft.

So 05.09.2021, 19:00 Uhr, Schrebergärten, an der B 99 nahe Nordring
„Gundermann“
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=rNd9Xp4lGcE

TROCKENDOCK ist eine Gruppe freier Schauspieler*innen und Sprecher*innen, die geprobte wie auch spontane und improvisierte szenische Lesungen veranstalten. Neben neuerer Dramatik sind es auch immer wieder historische und dokumentarische Texte, denen sich das Kollektiv widmet. Für die Filmnächte bereiten sie eine szenische Lesung mit Dokumenten von und um den Liedermacher Gerhard Gundermann vor.

So 19.09.2021, 19:00 Uhr, Am-Vieh-Theater, IBZ St. Marienthal
„Borga“
Im Rahmen des Neiße-Film-Festivals, Eintritt: 6 EUR
Kojo wächst auf der Elektroschrott-Müllhalde Agbogbloshi in Ghanas Hauptstadt Accra auf, wo seine Familie vom Verbrennen des Schrotts lebt, aus dem sie Metall gewinnt. Doch Kojo will mehr: Auswandern und ein „Borga“ werden, ein Ghanaer, der es im Ausland zu Wohlstand gebracht hat. Als Erwachsener bietet sich ihm diese vermeintliche Chance in Deutschland. Dort angekommen, wird Kojo jedoch mit der bitteren Realität seiner Chancenlosigkeit konfrontiert. Um dennoch vor der Familie dem Bild des erfolgreichen Borga zu entsprechen, begibt er sich in die Illegalität.

Der Film wird im Rahmen des Neiße Filmfestivals gezeigt und nimmt in der Kategorie Spielfilm am Wettbewerb teil.