Infobroschüre Mai/Juni 2019

Ostritzer Friedensfest Information Mai/Juni 2019

Anbei aktuelle Informationen von den Initiatoren des Ostritzer Friedensfestes zum Thema „Bedeutung von Rechtsrockveranstaltungen“,  unter Anderem mit Interviews mit dem Präsidenten des Sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz Gordon Meyer-Plath (erstmals veröffentlicht am 04.01.2019) und dem Autor Timo Bücher vom 13.05. 2019.

Kurzinformation zum Vorbereitungsstand für das Wochenende 21.-23.Juni 2019

Wir wollen die wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Vorbereitungstreffen kurz zusammenfassen und freuen uns auf eure Rückmeldung, Ideen und Unterstützung für das Wochenende vom 21. bis 23.06.2019.

  • Dieses WE steht in erster Linie unter dem Festthema „100 Jahre OBC“. Die Fußballer haben dieses Fest lange vorbereitet und sollen es auf dem Sportplatz so gut wie möglich in Freude feiern können. Deshalb sagt das Friedensfestteam zunächst dort Unterstützung zu.
  • Gleichzeitig liegt der „Schatten“ der erneuten Aktivitäten im „Neisseblick“ über diesem Festgeschehen. Deshalb wird es einerseits zweifellos zu Einschränkungen für OBC-Gäste kommen. Andererseits sind sich alle Akteure einig, dass dieses Geschehen (im „Neisseblick“) auch diesmal einer Antwort bedarf.

Ideen für den Marktplatz 21.-23.06.2019

  • Motto: Das Ostritzer Friedensfest macht Bildungsurlaub

Erklärung: Aus verschiedensten Gründen bekommt das Friedensfest an diesem Wochenende ein anderes Format. Wir lassen uns nicht von den Neonazis den Festkalender der Stadt diktieren. An diesem Wochenende gibt es ein großes Fest auf dem Sportplatz welches schon lange Zeit geplant ist. Aus Respekt gegenüber diesem, für die Stadt sehr wichtigen Fest, wollen wir auf ein großes Friedensfest in gewohntem Stil verzichten. Das Friedensfest hat eine reich gefüllte Ideenkiste und kann ganz verschiedenen Formen annehmen – Es ist Sommer- und Urlaubszeit. Was liegt da näher, als ein entspannter Tag mit Picknick am Strand? Am Ostritzer Strand? Auf dem Marktplatz?

  • Auf einer Hälfte des Marktes wird Sand aufschüttet (25mx25m), um eine Ruhe-Oase zu schaffen
  • Auf dem Markt soll der entspannte Ruhepol sein, bei dem mit der eigenen Anwesenheit in gewohnter Weise ein Zeichen für Frieden, Toleranz, Mitmenschlichkeit gesetzt wird und zugleich genügend Raum zum Entspannen geschaffen wird.
  • Anders als bei bisherigen Friedensfesten auf dem Markt
    • kein Festzelt
    • keine Bühne
    • keine Technik
    • keine generelle Essensversorgung
    • kein Festprogramm
  • Auf der anderen Hälfte des Marktes steht am Samstag ein Soccerfeld für ein Turnier bereit

(Fußballfeld ca. 8mx12m – Gespielt wird voraussichtlich 4 gegen 4 mit bis zu zwei Auswechselspielern ohne Torhüter)

Einladung + Spielregeln

  • bitte Mannschaften melden!

(Die Siegermannschaft bekommt Freikarten für ein Jumphouse / Trampolinhalle)

  • Toilettenwagen und Trinkwasseranschluss sowie Steckdosenzugang auf Nachfrage mit Anmeldung möglich
  • Flair: Der Marktplatz bietet Strand- und Picknickatmosphäre
  • Versorgung: Marktbesucher sollen nach Möglichkeit eigene Verpflegung (wie bei einem Strandtag) mitbringen oder Verpflegung auf dem Sportplatz nutzen
  • Ausnahme: Wasserbereitstellung für Soccerturnier
  • Und wo bleibt die Bildung?
    • Das liegt nun an euch. Die Friedensfestinitiative bietet den Raum, nun darf er bespielt und gestaltet werden. Der Markt wird eine große freie Bühne. Es gibt kein generelles Programm.
    • Selbstorganisiert ist hier Platz für Gesprächsecken, Diskussionsrunden, Straßenkunst, Leseecken etc. Selbstorganiesiert heißt: Was ich brauche bringe ich mit, was ich mitbringe nehme ich auch wieder mit.
    • Erste Ideen hierzu (bisher ohne festgelegten Zuständigkeiten)
      • Straßenmusik/offene Proben
      • Straßentheater/Zaubershows
      • Grundgesetz-Lesung
      • Liedtexte aus dem Neißeblick thematisieren
      • Mini-Workshops Courage
      • Info-„Stände“ im Outfit des Mottos
      • Leseecke für Kinder
      • (Bildungs-) Schätze im Sand
      • Planschbecken für die Kinder
      • Lagerfeuer und Laternen am Abend
      • Liegestühle und Sonnenschirme
      • Hängematten und Zeitungsständer
      • eben Bildung und Urlaub!!!

Bitte dazu Ideen entwickeln und in gewohnter Weise an aprilostritz@web.de senden! Hier wird der Bildungsurlaub dann koordiniert!

Vielen Dank schon im Voraus und herzliche Grüße aus Ostritzer

Die Reiseleitung 🙂

Das Ostritzer Friedensfest-Orga-Team

Ostritzer Friedensfest 21.-23.03.2019

Rückblick

Besuch von Franziska Giffey
Am 22 März 2019 haben wir die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) beim Ostritzer Friedensfest begrüßt.

„Ich bin hier, um Ihnen den Rücken zu stärken. Wir müssen gemeinsam Gesicht zeigen: Bund, Land, Kommune, diejenigen, die in der Bürgergesellschaft was machen.“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey  | 22.03.2019 Ostritz

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Bildrechte: dpa

Bierfrieden zwischen Zittau und Görlitz
Der Bierkrieg zwischen Görlitz und Zittau ist endgültig vorbei: Thomas Zenker und Siegfried Deinege haben am Freitagabend (22.03.2019) Endlich Frieden geschlossen! Ein symbolischer Friedensschluss nach über 500 Jahren Bierkrieg zwischen Zittau und Görlitz.de eröffnete das Ostritzer Friedensfest. Die Oberbürgermeister Deinege und Zenker ließen es sich nach der Unterschriftsleistung – unter Bezeugung ihrer Amtskollegin Marion Prange – nicht nehmen, das von Landskron Die private Brau-Manufaktur gestiftete Friedensbier an die Gäste auszuschenken. Obwohl es aus Zittau leider kein Bier mehr gibt, konnte mit der Friedensfestedition von der Fit GmbH ein Zittauer Produkt punkten.
Im Bierkrieg ab 1491, bei dem es um den Ausschank von wertvollem Bier außerhalb der eigenen Stadtgrenzen ging, eskalierte die Situation als Görlitzer 3000 Liter feinstes Zittauer Bier (aus dem hervorragenden Gebirgswasser) beim Transport erbeuteten und auslaufen ließen. Daraufhin raubten unsere Vorfahren den Görlitzern 25 Pferde, 149 Rinder und 170 Schweine und machten ein hämisch-fröhliches Schlachtfest auf dem Markt. Zur Strafe wurde Zittauzur Zahlung von 300 Goldgulden verurteilt, weigerte sich jedoch. Die Summe wurde dann von den umliegenden Städten und Gemeinden zusammen gebracht, um den Frieden und auch den Sechsstädtebund nicht zu gefährden…

Bildrechte: PR/Marcus Kremser

Das Sachsensofa
Am Samstagabend fand eine spannede Disskussion auf dem Sachsensofa im Festzelt statt.

Unsere Themen war: Leehrstelle Revolution? – Zu den Herausforderungen einer Demokratie

Zu Gast waren:
Lukas Rietzschel – Autor
Franziska Schubert MdL – GRÜNE Landtagsfraktion Sachsen – saxgruen
Prof. Dr. Raj Kollmorgen – Professor für Management des sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz
Und als Gast aus der Region: Matthias Reuter

Bildrechte: Sachsen-Sofa

Über 60 Zuschauer bei „Rechtsrockland“

Zum Auftakt des 3. Ostritzer Friedensfestes haben wir heute Abend in Zusammenarbeit mit „Augen Auf e.v.“ im Festzelt die Dokumentation „Rechtsrockland“ gezeigt. Über 60 Zuschauer haben sich den 60-Minuten-Dokumentarfilm angesehen. Wir danken dem MDR dafür,  dass er uns die Aufführungsrechte für heute Abend kostenlos überlassen hat.

Verkehrskonzept der Stadt Ostritz

Die Stadtverwaltung Ostritz hat heute das Verkehrskonzept für den Zeitraum vom 20. bis 23. März veröffentlicht. Darin informiert die Stadtverwaltung über Festsetzungen und Einschränkungen im Bereich des fließenden Verkehrs und des Parkens im Zeitraum vom 20. – 23. März 2019. Für Fragen und weitere Informationen können Sie sich gern an die Stadtverwaltung Ostritz unter Telefon 035823/884-0 oder E-Mail post@ostritz.de wenden.

 

 

 

 

 

 

 

Die Bürgerinformation des Stadtverwaltung steht hier auch als PDF-Dokument zum Download bereit.

Zittau und Görlitz wollen beim 3. Ostritzer Friedensfest Frieden besiegeln

Engagiert für Demokratie, Weltoffenheit, Toleranz und Frieden – Ostritz feiert zum dritten Mal das Friedensfest

Von links nach rechts: Stephan Kupka und Cäcilia Schreiber vom Orga-Team des Ostritzer Friedensfestes, die Ostritzer Bürgermeisterin Marion Prange, Dr. Wolfgang Groß, Geschäftsführer der Fit GmbH und Dr. Michael Schlitt, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) St. MarienthalOstritz. „Die Ostritzer Bürgerinnen und Bürger setzen erneut mit großem zivilgesellschaftlichem Engagement ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit, Toleranz und Frieden“, sagt Dr. Michael Schlitt. Der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) St. Marienthal kündigte heute gemeinsam mit Vertretern des Organisationsteams an, dass die Ostritzer vom 21. bis 23. März auf und um den Marktplatz zum dritten Mal das Ostritzer Friedensfest feiern werden. Veranstalter ist erneut das IBZ. Besonders betonte Schlitt, dass es ein parteiübergreifendes Fest aus der Mitte der Gesellschaft heraus sei. „Zittau und Görlitz wollen beim 3. Ostritzer Friedensfest Frieden besiegeln“ weiterlesen

Einladung zu einem Bürgergesprächsabend

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Ostritz/Leuba,
sehr geehrte Gewerbetreibende und Vereinsvorsitzende aus Ostritz/Leuba,

wie bereits im Dezember-Stadtanzeiger und auf Facebook angekündigt, möchten wir gemeinsam mit Ihnen ins Gespräch kommen, wie wir zukünftig mit dem Versammlungs- und Veranstaltungsgeschehen in Ostritz umgehen wollen.
Da bereits die ersten Anmeldungen für das Jahr 2019 im Hotel Neißeblick vorliegen, möchten wir dies rechtzeitig tun, um entsprechend planen und organisieren zu können.
Aus den Erfahrungen/Beobachtungen welche Sie persönlich und auch wir aus den letzten Veranstaltungswochenenden im April und im November 2018 gewonnen haben, möchten wir versuchen mit Ihnen gemeinsam ein machbares Konzept zu entwickeln, welches auf der einen Seite weiterhin ein erforderliches Maß an Sicherheit bietet, aber auf der anderen Seite, weitergehende persönliche und unternehmerische sowie verkehrsrechtliche Einschränkungen eventuell minimieren könnte.
Dies ist auch dem ORGA-team vom Friedensfest ein Bedürfnis.
Die erneute Anmeldung eines Schild- und Schwertfestivals vom 21. bis 23. Juni 2019, fällt auf die 100-jährige Vereinsjubiläumsfeier des Ostritzer Ballspielclubs (OBC).
Erste Abstimmungsgespräche mit dem OBC haben bereits stattgefunden.
Wir sind uns darüber einig, dass wir unseren privaten und beruflichen Alltag sowie unsere Vereinsaktivitäten nicht von den rechtsextremistischen Versammlungs- und Veranstaltungsgeschehen taktieren lassen wollen.
Wir können nur gemeinsam mit einer aktiven Zivilgesellschaft Lösungen in einem persönlichen Gespräch finden (nicht in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Co), wie wir in Zukunft hier in Ostritz Lösungen im Umgang mit Extremismus finden können.
Dazu laden wir Sie ganz herzlich am 19.2. um 18.30 Uhr in die Cafeteria im St. Antonistift ein. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit der gemeinsamen Auseinandersetzung bzw. der Diskussion, bringen Sie Ihre Ideen und Gedanken mit, bringen Sie Ihre Freunde, Nachbarn und sonstige Interessierte mit.


Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen

 


Herzlichst Ihre Marion Prange, Bürgermeisterin

Ostritzer Friedensfest erhält Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“

Das Ostritzer Friedensfest ist gestern mit dem Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ des gleichnamigen Vereins ausgezeichnet worden.  Die Bürgermeisterin der Stadt Ostritz, Marion Prange, und Melanie Kottek, Maria Barbara Ebermann, Georg Salditt, Stephan Kupka und Cäcilia Schreiber vom Orga-Team nahmen den Preis im Kieler Landtag entgegen. In der Begründung der Jury heißt es „Eine der brennenden aktuellen Fragen ist der Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Das „Ostritzer Friedensfest“ gibt darauf eine weiterführende Antwort: „Für etwas“ und nicht „gegen etwas“ eintreten. Vom 20. bis 22. April 2018 feierten die Bürgerinnen und Bürger von Ostritz, einer Kleinstadt in Ostsachsen, ein Friedensfest. Sie traten ein für Empathie. Demokratie und Weltoffenheit und versammelten sich, um ihr Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region zum Ausdruck zu bringen. Der Anlass zu diesem beeindruckenden bürgerschaftlichen Engagement war ein negatives Ereignis. In der Kleinstadt war von NPD-Funktionären ein Rechtsrock-Festival angemeldet worden. Ein breites Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Orgattinationen schloss sich Ober Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg zusammen, um ein sichtbares Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen.“