Einladung zum Ostritzer Friedenslauf

Am Samstag, den 13. Oktober 2018, findet in Ostritz ein Friedenslauf statt, mit dem ein Zeichen für Frieden, Toleranz und Weltoffenheit gesetzt werden soll. Am gleichen Tag gibt es im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ eine Kampfsportveranstaltung der rechten Szene unter der Bezeichnung „Kampf der Nibelungen“. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kampf und Gewalt nicht die richtigen Mittel zur Lösung von Konflikten sind. Vielmehr wollen wir Menschen beim Ausstieg aus der rechten Szene unterstützen und für ein friedliches Miteinander eintreten. Deshalb veranstalten wir den „Ostritzer Friedenslauf“, welcher als Sponsorenlauf durchgeführt wird. Hiermit sammeln wir Geld für Aussteigerprogramme (für den Ausstieg aus der Neonaziszene) und für das Ostritzer Friedensfest vom 2. – 4. November 2018. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich nach Ostritz ein.
Der Lauf findet am 13. Oktober 2018 von 10:00 – 16:00 Uhr auf dem Ostritzer Marktplatz statt. Es ist ein Rundkurs von ca. 300 m markiert, den jede Person problemlos mehrmals schaffen kann. Anreise und Abreise von Läufern und ihrer Begleitung kann die ganze Zeit erfolgen, Parkplätze gibt es auf dem Marktplatz selbst und in den angrenzenden Straßen.
Wie bei einem Sponsorenlauf üblich, kann jede/r Läufer/in mit einer Sponsorenzusage anreisen (Muster zum Kopieren liegt bei), er/sie bekommt die gelaufenen Runden bestätigt, holt nach dem Lauf bei dem Sponsor das zugesagte Geld ab und zahlt es auf das Spendenkonto ein. Für Läufer, die keine Sponsorenzusage erlangen konnten, steht ein Budget bereit, aus dem man pro Runde 1 € erlaufen kann, die dann auf das Spendenkonto eingezahlt werden.
Mitmachen können dabei wirklich alle: Kinder, Erwachsene und Senioren – selbst mit Kinderwagen oder Rollator. Der Rundkurs auf dem Marktplatz ist so gestaltet, dass er diese Möglichkeit bietet. Es geht nicht darum besonders schnell unterwegs zu sein, sondern einfach dabei zu sein. Für notwendige Umkleideräume ist gesorgt und auch „Durstlöscher“ stehen bereit. Also sprecht eure Chefs, Nachbarn, Freunde, Mitschüler und Kollegen als potentielle Sponsoren an und bringt sie am besten gleich mit!
Wir freuen uns auf die Teilnahme möglichst vieler Läuferinnen und Läufer !!!

Das Ostritzer Organisationsteam

Spendenkonto: IBAN DE27855910004573048020
BIC GENODEF1GR1
Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien
Kontoinhaber: Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal

Veranstalter des Ostritzer Friedenslaufes: Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal, 02899
Ostritz, St. Marienthal 10, Tel.: 035823/77230

Hier gibts die Einladung mit Sponsorenkarte als Download: SpendenlaufEinladung

Ostritz zeigt Gesicht

Ostritzer Friedensfest endet mit Ökumenischem Gottesdienst und Brunch | 3.000 Besucher zeigen Gesicht für Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus jeglicher Art haben keinen Platz in Ostritz. Das ist die Botschaft des Ostritzer Friedensfestes am Wochenende. Das Fest endete heute mit einem gemeinsamen Brunch im Festzelt. Zuvor hatten rund 300 Ostritzer an einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche der Kleinstadt teilgenommen. In den Fürbitten-Gebeten dankten die Christen Gott, dass das Wochenende friedlich geblieben war und baten um Frieden für die Stadt, die Region und das Land.
Dr. Michael Schlitt, der Anmelder des Friedensfestes zog vor dem Gottesdienst eine positive Bilanz des Friedensfestes. „Die Bilanz fällt sehr positiv aus. Das Ostritzer Friedensfest war ein voller Erfolg“, sagte Schlitt. Bereits am ersten Abend zog das Friedensfest über 1.000 Besucher an. Am Samstag folgten über den Tag verteilt rund 1.700 Besucher dem abwechslungsreichen Programm auf dem Marktplatz. Insgesamt haben die Veranstalter rund 3.000 Besucher gezählt. Schlitt sagte, es sei gelungen zu zeigen, dass die Ostritzer mit dem Rechts-Rock-Festival und dessen Gedankengut nichts zu hätten. Anlass für das Friedensfest war das von einem NPD-Funktionär angemeldete und von Rechtsradikalen und Neonazis aus mehreren Ländern Europas besuchte „Schwert- und Schild-Festival“ vom 20. bis 22. April.
Schlitt dankte im Namen des Vorbereitungsteams den vielen Helfern des Festes, den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, den Behörden der Stadt Ostritz und des Landkreises Görlitz, und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen für die Unterstützung.

Eindrücke von der Eröffnung des Ostritzer Friedensfestes

Café Änn, Herzlichen Dank für Euren Auftritt!
Die Europachor-Akademie sang unter der Leitung von Prof. Joshard Daus
Dr. Michael Schlitt sagte in seiner Rede „Ostritz ist keine Nazistadt, auch nicht für ein Wochenende!“
Ministerpräsident Michael Kretschmer eröffnete das Friedensfest. Der Ministerpräsident betonte, der Kampf gegen Rechtsextremismus sei erfolgreich, wenn er aus der Mitte der Gesellschaft komme. Er habe keinen Zweifel daran, dass das in Ostritz Gewachsene auch von der Mehrheit der Gesellschaft in Sachsen getragen werde. „Lasst uns gemeinsam ein klares Zeichen setzen“, sagte Kretschmer.

Bürgermeisterin Maroin Prange dankte den Ostritzern und äußerte Verständnis für die Sorgen vieler Ostritzer um ihre Sicherheit.
Ein Dankeschön gab es für das Organisationsteam von Bürgermeisterin Marion Prange und Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Ostritz ist keine Nazistadt, auch nicht für ein Wochenende

In Ostritz findet vom 20. bis 22. April auf dem Gelände des Hotels Neißeblick ein „Schild und Schwertfestival“ statt, zu dem ca. 1.000 Rechtsextremisten und Neonazis aus ganz Deutschland erwartet werden. Dr. Michael Schlitt, Direktor des Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal, dass das  „Ostritzer Friedensfest“ auf dem Marktplatz angemeldet hat, erklärt im Interview, wie wichtig der Protest gegen Neonazis ist.

Dr. Michael Schlitt
Warum hat das IBZ das „Ostritzer Friedensfest“ angemeldet?
Wir wollen den Neonazis und Rechtsextremisten an diesem Wochenende nicht die Stadt Ostritz überlassen. Wir in Ostritz müssen und wollen an diesem Wochenende klar stellen, dass wir das „Schild und Schwertfestival“ voll und ganz ablehnen. Schild und Schwertfestival bedeutet abgekürzt SS-Festival. Und das dieses Festival zum Geburtstag Adolf Hitlers stattfindet, ist sicher auch kein Zufall. Daher hat das IBZ den Ostritzer Marktplatz für das Friedensfest reserviert. Sonst hätte es an diesem Wochenende nur das „SS-Festival“ und die Gegenveranstaltung der Linken gegeben. Die öffentliche Wahrnehmung der Stadt Ostritz wäre dann verheerend gewesen.
Schon einmal wurden die verhängnisvollen Auswirkungen von Nationalsozialisten und Rechtsextremisten im Deutschland der 1920er und 1930er Jahre unterschätzt. Spätestens damals hätte man dem rassistischen und antidemokratischen Handeln Einhalt gebieten müssen. Nachher war es zu spät. Erich Kästner hat gesagt: Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball aufhalten. Die Lawine hält keiner mehr auf. „Ostritz ist keine Nazistadt, auch nicht für ein Wochenende“ weiterlesen